Jul 29

Googel MapsDas ist wohl mit Abstand die häufigste Suchanfrage, die auf diese Homepage verweist. Es scheint also durchaus Bedarf zu bestehen, die GPS-Daten aus dem kleinen, gelben Kasten herauszuholen. Aus diesem Grund fasse ich die notwendigen Schritte hier noch einmal zusammen.

1. Schritt: Die Hardware

Neben einem eTrex GPS-Empfänger und einem Computer benötigt man logischerweise ein Datenkabel. Dies ist im Zubehörhandel für reichlich Geld zu erwerben. Es geht aber durchaus billiger. Jens Seiler zeigt auf seiner Homepage, wie man sich ein solches Kabel selbst zusammenbaut.

Da es sich hierbei um ein serielles Kabel handelt, sollte man vor dem Kauf erst einmal einen genauen Blick auf seinen Rechner werfen. Die gute, alte serielle Schnittstelle ist nämlich schon lange kein Standard mehr. Passende USB-Seriell Adapter gibt es unter anderem bei Amazon. Man sollte allerdings darauf achten, dass das bestellte Teil auch Treiber fürs verwendete Betriebssystem mitbringt. Nicht immer sind die angebotenen Geräte auch Vista-tauglich.

Hat man die Verbindung dann endlich am Laufen, kann man zur Softwareseite übergehen.

2. Schritt: Die Software

Es gibt einige Programme, die über die serielle Verbindung zum Garmin Daten austauschen können. Dazu gehört neben dem sehr zu empfehlenden GSAK auch EasyGPS.
GSAK eignet sich hervorragend dazu, PocketQueries von Geocaching.com auf den GPSer zu laden. EasyGPS benutze ich, um aufgezeichnete Tracks nach Google Maps zu exportieren.
Ein weiteres, tolles Tool ist das Garmin Communicator Plugin. Dieses Plugin ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen einer Website und dem GPS-Empfänger und findet ebenfalls auf geocaching.com Anwendung.

Google Maps Export

Eine der netteren Möglichkeiten, die sich für den Geocacher erschließen, ist die Umwandlung eines Tracks in kml und die Darstellung mit Google Maps auf der eigenen Homepage. So lassen sich – wie auf dieser Website – eine Menge interessante Karten erstellen. Man benötigt neben einem Account bei Google Maps nur noch eine Möglichkeit, die meist in .gpx anfallenden Daten in das KML-Format umzuwandeln.

Ich nutze dazu den Internetdienst gpsies.com. Hier gibt es auch die Möglichkeit, die Daten direkt über das Garmin Communicator Plugin auszulesen. Hier konvertiert man die Daten als Strecke nach Google Earth KML. Auf Wunsch kann beim Konvertieren noch eine Generalisierung und eine Glättung der Daten durchgeführt werden. Die fertige Kml-Datei speichert man auf seinem Rechner.

Jetzt kann man zu Google Maps wechseln und mit dem Erstellen einer eigenen Karte beginnen. Man benötigt hierzu einen Google Account und muss eingeloggt sein.
Unter “Meine Karten” klickt man auf den Link “Neue Karte erstellen”. Über den Link “Importieren” lädt man die zuvor erzeugte Kml-Datei hoch. Jetzt können noch Titel und Beschreibung der Karte und des Tracks bearbeitet werden und das Ganze mit einem Klick auf “Speichern” und “Fertig” gesichert werden.

Der Einbau der Karte in die eigene Homepage ist denkbar einfach. Ein Klick auf den Link “URL zu dieser Seite” öffnet ein Fenster, in dem sowohl ein Link zur Karte als auch der fertige HTML-Code zu finden ist. Der Quelltext kann – ganz ohne Programmierkenntnisse – über “Eingebettete Karte anpassen und Vorschau anzeigen” bearbeitet werden. Nun überträgt man per Copy&Paste den Quellcode einfach auf die eigene Seite. Fertig ist die Online-Track-Darstellung.

Viel Spaß beim Ausprobieren,
Alex

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